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OFFENBURG ALS WEINSTADT STÄRKEN

19. Sept.
4 Min. Lesezeit

Weinbau ist nicht nur Tradition – Weinbau ist Wirtschaft, Kulturlandschaft und Identität.


Offenburg ist eine Weinstadt.


Unsere Rebhänge prägen das Stadtbild, unsere Winzerinnen und Winzer pflegen eine jahrhundertealte Kulturlandschaft und unsere Weine sind ein wichtiger Bestandteil der regionalen Identität.


Auf rund 230 Hektar Rebfläche wird auf Offenburger Gemarkung Wein angebaut. Mit Fessenbach, Rammersweier und Zell-Weierbach gehören drei traditionsreiche Weinorte zur Stadt. Offenburg verfügt über eine außergewöhnliche Dichte an Weinbaubetrieben und liegt mitten in der Ortenauer Weinlandschaft.


Diese Stärke müssen wir viel selbstbewusster nach außen tragen.


Als Oberbürgermeisterin möchte ich deshalb eine „Weinstadt-Offenburg-Strategie 2030“ entwickeln.


Unsere Winzer brauchen eine starke Stimme im Rathaus

Die Arbeit der Winzerinnen und Winzer ist mit großen Herausforderungen verbunden.

Klimaveränderungen, steigende Produktionskosten, zunehmender bürokratischer Aufwand, Veränderungen beim Weinkonsum und die notwendige Anpassung der Rebflächen und Rebsorten stellen den Weinbau vor große Aufgaben.

Auch auf Ebene des Ortenaukreises sind aktuell Themen wie Rebumstrukturierung, Bewässerung und die Auswahl geeigneter Rebsorten von Bedeutung.


Die Stadt Offenburg kann nicht jedes Problem des Weinbaus alleine lösen.


Aber sie kann ein starker Partner sein.


Deshalb möchte ich:

  • einen regelmäßigen Runden Tisch Weinbau zwischen Stadt, Winzern und Weinbaubetrieben einführen

  • die Interessen der Offenburger Winzer gegenüber Kreis, Land und Bund stärker vertreten

  • bei städtischen Entscheidungen die Bedürfnisse der Weinbaubetriebe frühzeitig berücksichtigen

  • bürokratische Hürden dort abbauen, wo die Stadt Einfluss nehmen kann

  • die Erreichbarkeit der Weinberge für Winzer, Mitarbeiter und Lieferverkehr sicherstellen

  • bei Infrastrukturmaßnahmen die besonderen Anforderungen des Weinbaus berücksichtigen

  • den Erhalt unserer Rebflächen als Kulturlandschaft unterstützen


WEINTOURISMUS ALS WIRTSCHAFTSFAKTOR

Wein, Gastronomie und Tourismus gehören zusammen.

Eine Weinwanderung endet nicht zwangsläufig mit dem letzten Glas Wein.


Sie kann bedeuten:

Übernachtung → Weinprobe → Restaurantbesuch → Einkauf → Café → kulturelles Angebot.


Genau diese Verbindung möchte ich stärker nutzen.

Offenburg bietet bereits Weinwanderungen und Angebote, bei denen mehrere Weingüter miteinander verbunden werden. Diese bestehenden Angebote müssen stärker vermarktet und weiterentwickelt werden.


Mein Ziel:

Offenburg soll als Wein- und Genussstadt überregional bekannter werden.

Dafür möchte ich:

  • Weinwanderwege stärker vermarkten

  • Weinproben und Winzerveranstaltungen fördern

  • Gastronomie und Weinbaubetriebe stärker vernetzen

  • regionale Weine bei städtischen Veranstaltungen stärker berücksichtigen

  • gemeinsame Veranstaltungen von Winzern, Gastronomie und Einzelhandel entwickeln

  • Wein und regionale Küche als touristisches Gesamtangebot vermarkten

  • die Zusammenarbeit mit dem Ortenau Tourismus weiter ausbauen


„WEIN TRIFFT INNENSTADT“

Ich möchte den Wein stärker in die Offenburger Innenstadt bringen.


Warum nicht regelmäßig:


Offenburger Weinabende

Winzerinnen und Winzer präsentieren ihre Weine direkt in der Innenstadt.


Wein & Genussmarkt

Regionale Winzer, Gastronomie, Bäcker, Metzger, Direktvermarkter und weitere regionale Anbieter präsentieren gemeinsam ihre Produkte.


Wein trifft Kultur

Musik, Kunst und Wein werden miteinander verbunden.


Wein trifft Gastronomie

Offenburger Restaurants entwickeln gemeinsam mit den örtlichen Weingütern besondere Weinmenüs.


Wein trifft Einzelhandel

Geschäfte können Weinaktionen, Verkostungen und regionale Produkte in ihre Veranstaltungen integrieren.


So profitieren mehrere Branchen gleichzeitig:

Winzer + Gastronomie + Einzelhandel + Hotellerie + Tourismus.

UNSERE REBLANDSCHAFT SCHÜTZEN


Unsere Weinberge sind mehr als landwirtschaftliche Nutzfläche.

Sie sind Teil unserer Landschaft.

Sie prägen das Erscheinungsbild Offenburgs und sind ein wichtiger Bestandteil unserer regionalen Identität.

Deshalb möchte ich bei Stadtentwicklung und Flächennutzung genau hinschauen.


Wir brauchen eine Entwicklung mit Augenmaß.


Wo gebaut werden muss, soll sinnvoll gebaut werden.

Wo unsere Kulturlandschaft geschützt werden kann, soll sie geschützt werden.


Dabei müssen Landwirtschaft, Naturschutz, Klimaanpassung und wirtschaftliche Interessen gemeinsam betrachtet werden.


KLIMAWANDEL: UNSERE WINZER BRAUCHEN UNTERSTÜTZUNG


Der Weinbau verändert sich.

Höhere Temperaturen, veränderte Niederschlagsmengen, Wetterextreme und neue Schädlings- und Krankheitsrisiken stellen die Betriebe vor neue Herausforderungen.

Deshalb möchte ich gemeinsam mit den Weinbaubetrieben und den zuständigen Fachstellen nach Lösungen suchen.


Dazu gehören:

  • Unterstützung bei der Anpassung an den Klimawandel

  • moderne Bewässerungskonzepte, wo sinnvoll und zulässig

  • Beratung bei der Entwicklung zukunftsfähiger Rebflächen

  • Unterstützung bei innovativen und klimaangepassten Anbaumethoden

  • Schutz vor Extremwetterereignissen

  • Förderung von Begrünung und Bodenschutz


Dabei gilt:

Klimaschutz darf nicht gegen die Winzer gemacht werden.


Wir müssen mit ihnen Lösungen entwickeln.


DER NACHWUCHS IST UNSERE ZUKUNFT

Auch der Weinbau braucht Fachkräfte und junge Menschen, die bereit sind, Verantwortung für Betriebe zu übernehmen.


Ich möchte deshalb stärker auf:

  • Ausbildungsplätze

  • Praktika

  • Kooperationen mit Schulen

  • Berufsorientierung

  • Kooperationen mit Fachschulen

  • Unterstützung von Existenzgründern und Hofnachfolgern

setzen.


Unser Ziel muss sein:


Junge Menschen sollen wieder eine Zukunft im Weinbau sehen.


OFFENBURG SOLL SEINEN WEIN SELBSTBEWUSST VERMARKTEN


Andere Weinregionen machen es uns vor:

Sie verkaufen nicht nur Wein.

Sie verkaufen ein Lebensgefühl.


Offenburg besitzt dafür hervorragende Voraussetzungen:

Weinberge. Schwarzwald. Rheinebene. Gastronomie. Kultur. Geschichte.


Diese Kombination müssen wir stärker vermarkten.


Ich möchte deshalb eine gemeinsame Marke entwickeln:

„WEINSTADT OFFENBURG“


Nicht als Konkurrenz zu einzelnen Weingütern.

Sondern als gemeinsames Dach.

Darunter können sich Winzer, Gastronomie, Hotellerie, Einzelhandel und Tourismus präsentieren.


MEIN ZIEL

Ich möchte, dass Menschen aus Karlsruhe, Freiburg, Straßburg und darüber hinaus sagen:


„Wir fahren nach Offenburg – zum Wein.“

Und anschließend:

„Wir bleiben zum Essen.“

„Wir übernachten hier.“

„Wir kommen wieder.“


Das wäre aktive Wirtschaftsförderung.

Denn ein starker Weinstandort stärkt nicht nur die Winzer.


Er stärkt:

Gastronomie.

Hotellerie.

Einzelhandel.

Tourismus.

Kultur.


Und damit die gesamte Stadt.


OFFENBURG IST WEINSTADT.

Wir sollten es nicht nur sagen.

Wir sollten es leben.

 
 
 

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