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PARKEN IN OFFENBURG – ANWOHNER MÜSSEN VORRANG HABEN

19. Sept.
3 Min. Lesezeit

Parkraum darf nicht zum täglichen Stress für die Menschen werden, die in Offenburg zuhause sind.


Mit dem neuen Parkkonzept hat Offenburg die Parkraumbewirtschaftung ausgeweitet. Bewohnerparkzonen wurden verändert und teilweise zusammengelegt. Gleichzeitig steigen die Kosten für Bewohnerparkausweise in den kommenden Jahren deutlich.

Ich möchte das Thema deshalb nicht ideologisch, sondern aus Sicht der Menschen vor Ort betrachten.


Denn ein Bewohnerparkausweis ist heute keine Parkplatzgarantie. Er berechtigt lediglich dazu, innerhalb der Zone zu parken, wenn ein Stellplatz frei ist.


Meine Lösung: „Anwohner zuerst“


Ich möchte ein Anwohner-Parkprogramm für Offenburg, das regelmäßig überprüft wird und sich an der tatsächlichen Situation in den einzelnen Straßen orientiert.


1. Parkdruck Straße für Straße messen


Wir müssen wissen:

  • Wo ist der Parkdruck tatsächlich besonders hoch?

  • Zu welchen Uhrzeiten fehlen Stellplätze?

  • Wie viele Fahrzeuge gehören Anwohnern?

  • Wo parken Pendler dauerhaft?

  • Wo werden Fahrzeuge nur kurzfristig abgestellt?

  • Wo stehen private Stellplätze oder Garagen leer?


Die Stadt hat bereits umfangreiche Daten erhoben. Darauf muss aufgebaut werden – aber die Situation darf nicht nur einmal untersucht werden.


2. In Wohnstraßen gilt: Anwohner zuerst

Wo der Parkdruck besonders hoch ist, müssen Bewohnerinnen und Bewohner Vorrang haben.

Dabei müssen aber auch Pflegedienste, Handwerker, Menschen mit Behinderung, Familien und Besucher berücksichtigt werden.


3. Bewohnerparken muss bezahlbar bleiben

Eine schrittweise Erhöhung von 90 € auf 150 € und anschließend 210 € pro Jahr darf nicht einfach als selbstverständlich hingenommen werden.

Ich möchte prüfen, ob die Gebühren sozial verträglich gestaltet werden können – insbesondere für Familien, Menschen mit geringem Einkommen und besondere Lebenssituationen.


4. Parkraum besser nutzen statt immer neue Flächen schaffen

Wir brauchen nicht überall neue Parkplätze.

Wir müssen vorhandenen Parkraum besser nutzen.

Deshalb möchte ich prüfen, wie private Stellplätze, Firmenparkplätze und leerstehende Stellplätze zeitweise für Anwohner nutzbar gemacht werden können.


5. Parkhäuser stärker als Anwohnerparkplätze nutzen

Parkhäuser dürfen nicht nur für Innenstadtbesucher gedacht werden.

Ich möchte prüfen, wo vergünstigte Nacht-, Monats- oder Anwohnerparktarife möglich sind.

So könnten beispielsweise Bewohner dicht besiedelter Innenstadtbereiche ihr Fahrzeug nachts dauerhaft in einem Parkhaus abstellen, während der Straßenraum für Kurzzeitparker, Lieferverkehr, Menschen mit Behinderung und Anwohner mit notwendigem Fahrzeugbedarf entlastet wird.


6. Familien brauchen praktische Lösungen

Gerade Familien brauchen andere Lösungen als ein reines Parkraummanagement.


Ich möchte deshalb:

  • sichere Kurzzeitparkplätze vor Kindergärten und Schulen,

  • klare Hol- und Bringzonen,

  • ausreichend Behindertenparkplätze,

  • Lösungen für Familien mit mehreren Fahrzeugen,

  • Besucherparkausweise,

  • und besondere Regelungen für Pflege- und Betreuungsdienste.


7. Einzelhandel und Gastronomie dürfen nicht abgehängt werden

Eine lebendige Innenstadt braucht Erreichbarkeit.

Deshalb müssen Kurzzeitparkplätze, Lieferzonen und gute Parkmöglichkeiten in der Nähe von Geschäften, Gastronomie und Dienstleistungsbetrieben erhalten bleiben. Auch die Stadt selbst sieht Kurzzeitparkplätze als wichtig für die Erreichbarkeit solcher Einrichtungen an.


8. Jährlicher Parkraum-Check statt einmaliger Beschluss

Ich möchte einen jährlichen „Parkraum-Check Offenburg“ einführen.

Dabei wird gemeinsam mit Anwohnern, Einzelhandel, Gastronomie, Gewerbe, Gemeinderat und Verwaltung überprüft:

  • Hat sich die Parkplatzsituation verbessert?

  • Wo gibt es weiterhin Probleme?

  • Welche Straßen sind überlastet?

  • Wo fehlen Kurzzeitparkplätze?

  • Wo funktioniert das Bewohnerparken nicht?

  • Welche Maßnahmen müssen verändert werden?


Was nicht funktioniert, muss geändert werden.


Mein Ziel

Ich möchte keinen Kampf zwischen Autofahrern, Radfahrern, Fußgängern und ÖPNV-Nutzern.

Ich möchte eine Stadt, in der alle vernünftig mobil sein können.


Aber eines ist für mich klar:

Wer in Offenburg lebt, hier arbeitet, seine Kinder großzieht und seinen Alltag organisiert, darf bei der Nutzung des öffentlichen Parkraums nicht zum Verlierer werden.


PARKRAUM IST LEBENSRAUM.

Weniger Parkplatzsuche.Weniger unnötiger Verkehr in Wohnstraßen.Bezahlbares Bewohnerparken.Bessere Nutzung vorhandener Parkflächen.Mehr Rücksicht auf Familien, Senioren, Menschen mit Behinderung, Pflegekräfte und Gewerbetreibende.


Und vor allem: mehr Lebensqualität für die Menschen, die in Offenburg zuhause sind.

 

 
 
 

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